Unsere Premiere – Wintersemester 2010/11

Um es mit den Titeln der beiden Konzertkritiken zu sagen: „SinfOrMa besteht die Feuerprobe mit Bravour“ (Rhein-Zeitung), „Beachtliches Debüt des Sinfonischen Orchesters Mainz“ (Allgemeine Zeitung). Nicht anders hätte man die Entwicklung in diesem allerersten Semester ausdrücken können. Angefangen am 3. November 2010 mit der Prima Vista Probe des Wintersemester 2010/11, wuchs in den 10 Wochen ein beachtlicher Orchesterklang zusammen. Nach und nach fanden sich Freundschaften, Gleichgesinnte und weitere Musiker, die Interesse hatten den Anfang im SinfOrMa mitzugestalten.

„Es war genial. Wir haben mit ungefähr 20 Leuten gerechnet und dann waren es auch einmal mehr als 50!“ (STUZ, Dezember 2010). Ohne Übertreibung war bereits in der ersten Probe ein volles Orchester beisammen. Mit über 50 Musikern wurden einige Werke an-, andere durchgespielt um die technischen Voraussetzungen abzuschätzen und jeden Geschmack der Musiker anzufixen. Wie überall folgte der Probenbesuch einer Achterbahnkurve, doch anders als bei diesem Freizeitgerät, ging es am Ende nach oben. Mit zwischenzeitlich unter zwanzig und letztendlich 46 Mitgliedern beim Konzert brauchte sich das SinfOrMa nicht zu verstecken.

Einen ungemein wichtigen Anteil am Erfolg des ersten Konzertes und des Konzertprogramms hatte Martin Kratzsch. Als ehemaliger Klarinettenlehrer von Nicolai Spieß kam er durch diesen in Kontakt mit dem SinfOrMa und wurde gefragt, ob er Interesse hat ein Teil dieser Premiere zu sein. Mit Freude und viel Engagement stellte er seine Eigenkomposition „Odessa – Rhapsodie im Klezmerstil“ zur Verfügung, die vom Orchester mit Kusshand entgegen genommen wurde. Ein Werk, welches die besonderen Facetten der jidischen Volksmusiktradition Klezmer mit dem klassischen Orchesterklang Mendelssohns besonders brilliant verbindet. Doch vor allem beeindruckend war das Zusammenspiel mit einem professionellen und wundervoll emotionalen Klarinettenklang. Die Musiker der ersten Stunde schwärmen immer noch von diesem Erlebnis.

Obwohl das SinfOrma von Anfang an als Experiment geplant war und niemals den Drang hatte sich direkt etablieren zu wollen, blieb nach einem frenetisch bejubelten und restlos ausverkauften Konzert im Hörsaal P1 nichts anderes übrig, als über die Zukunft nach zu denken. Die Musiker hatten in dem Moment den größten Anteil am weiteren bestehen dieses jungen Orchesters. Jeder hatte den Wunsch weiter zu machen und auch im Sommersemester die Mittwochabende gemeinsam beim Proben und Töne suchen zu verbringen. Durch diesen Willen und den Einsatz der Studenten ging es im Sommerrsemester weiter. Das Sinfonische Orchester Mainz begann sich langsam zu etablieren.

Programm

  • Ouvertüre aus „Egmont“ – Ludwig van Beethoven
  • Odessa – ein Klezmer Klarinettenkonzert (Solist: Martin Kratzsch)
  • Jurassic Park – John Williams

Konzert

17. Februar 2011 – 20:15 Uhr
Hörsaal P1, Uni Campus Mainz
Solist & Special Guest:
Martin Kratzsch