Ardo: Sinfonisches Feuer – Wintersemester 2014/15

Ob Klassische Musik, Rock, Pop oder Volkstanz – Musik berührt uns alle auf eine ganz besondere Art und Weise. Wie kaum etwas anderes weckt Musik in uns Emotionen, Leidenschaften und Erinnerungen. Genau dafür steht der spanische Ausdruck ardo (= für etwas brennen, von Leidenschaft und Emotionen erfüllt sein), und deswegen hat das Sinfonische Orchester Mainz ihn in diesem Semester zu seinem Konzertmotto gewählt. Am 04. und 05. Februar 2015 wird das SinfOrMa in der Christuskirche Mainz und dem P1 Hörsaal im Philosophicum der Universität Mainz ein Sinfonisches Feuer von klassischen Klängen bis hin zu südamerikanischen Rhythmen als Semesterabschlusskonzert präsentieren.

Über den Stress im Alltag neigen wir oft dazu zu vergessen was für ein Glück es eigentlich ist einfach nur zu leben. Gemeinsames Musizieren bietet uns jedoch die Möglichkeit, die alltäglichen Probleme zu vergessen, all unsere Energie und Leidenschaft für die Musik an die anderen Musiker weiterzugeben und einfach nur den Moment der vollkommenen Emotionen zu genießen. Ein solch mitreißendes Werk ist die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 des ungarisch-österreichischen Komponisten Franz Liszt, der, inspiriert von den Melodien seiner Jugend, von den fröhlichen und dramatischen Momenten der ungarischen Volksgeschichte erzählt. Auf eine ganz andere Art und Weise berührt auch das Concierto de Aranjuez, welches der Spanier Joaquín Rodrigo für seine Frau schrieb. Die Sologitarre und das Orchester zeugen auf hochromantische Weise sowohl von der tiefen Liebe der beiden, als auch von der Trauer über die Fehlgeburt des erstgeborenen Sohnes.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und die Musik ist eine Sprache, die jeder Mensch versteht. Mit der Kombination von beiden in seinem Zyklus Bilder einer Ausstellung, welchen er nach Gemälden seines Freundes Viktor Hartmann komponierte, schuf der russische Komponist Modest Mussorgsky ein unglaublich energievolles Werk. Betreten Sie mit uns das die bedrohliche Hütte der wilden hexenähnlichen Sagenfigur Baba Jaga, und reiten Sie anschließend durch das prunkvolle, erhabene und beständige Große Tor von Kiev, welches schon von weitem wie ein Leuchtsymbol zu sehen ist.

Durch mitreißende Rhythmen und eingängige Melodien, die sofort ins Ohr gehen, begeistern Volkstänze seit jeher die Menschen. So zum Beispiel der brasilianische Volkstanz Tico Tico von Zequinha de Abreu, den in Südamerika so gut wie jeder kennt und mitpfeifen kann. Wenn dieser Funke der Lebensfreude und Energie auf das Publikum überspringt, bleibt garantiert niemand ruhig sitzen. Der aus der afro-brasilianischen Sklavenmusik entstandene Volkstanz Batuque von Oscar Lorenzo Fernández ist zwar etwas melancholischer, aber dadurch nicht weniger berührend, im Gegenteil!

Lassen Sie sich von unserem Sinfonischen Feuer mitreißen und begeistern – am 04.Februar 2015 in der Christuskirche Mainz und am 05.Februar 2015 im P1 Hörsaal im Philosophicum der Universität Mainz, jeweils um 20 Uhr.

Programm

  • Concierto de Aranjuez – Joaquín Rodrigo – Solist: José Galindo (Gitarre)
  • Ungarische Rhapsodie Nr. 2 – Franz Liszt
  • Baba Jaga und Großes Tor von Kiev aus: Bilder einer Ausstellung – Modest Mussorgsky
  • Tico Tico – Zequinha de Abreu
  • Batuque – Oscar Lorenzo Fernández

Konzertdaten

04.02.2015 – 20 Uhr – Konzert – Christuskirche Mainz
05.02.2015 – 20 Uhr – Konzert – P1 Hörsaal am Campus Mainz

Sommer.Tanz – Sommersemester 2014

Was wäre ein Fest ohne Musik? Sobald der erste Ton erklingt, beginnen die Zuhörer sich zu den, mal munter hüpfenden, mal schwermütigen melancholischen Klängen rhythmisch zu bewegen – sie tanzen. Auch das Sinfonische Orchester Mainz unter der Leitung von Nicolai Spieß stellt dieses Semester das Thema „Tanz“ in den Vordergrund. Unter dem Titel Sommer.Tanz wird das SinfOrMa am 23. Juli um 19.30 Uhr in der Christuskirche Mainz das Semesterabschlusskonzert geben. Mit Schwung wollen wir Sie in den Sommer begleiten und Ihnen von ernster Sinfonik bis hin zu modernen Beats einen Querschnitt der orchestralen Tanzmusik bieten.

Musik und Tanz im Zusammenspiel haben immer wieder facettenreiche Kompositionen hervorgebracht. Tanz ist ein Thema, welches in jedem großen Werk, Oper oder Sinfonie, wenigstens mit einem Zitat, zu hören und zu spüren ist. Deutliche Betonungen, klare Rhythmen, doch auch immer wieder Taktwechsel, die das Herz und den Körper hüpfen lassen. Kein Komponist hat nicht wenigstens ein kurzes Stück zum Tanze komponiert. Dieser Tatsache zollt das SinfOrMa Tribut: Mit Klassikern wie der Farandole aus George Bizets L’Arlésienne Suite Nr. 2, die einen stürmischen provenzalischen Volkstanz darstellt, dem Tanz der Ritter aus Sergei Prokofjews Ballett Romeo und Julia oder dem Kaiserwalzer (op. 437) von Johann Strauss (Sohn).

Doch der Tanz auf einer Bühne oder in einem Tanzsaal, in offizieller Sache und nach strikter Etikette, bietet ein anderes Gefühl als der in der Freiheit. Auf ein Fest in den hohen Norden nimmt das SinfOrMa Sie besonders gern mit. Hugo Alfvén komponierte seine Swedish Rhapsody Nr. 1 mit einem gewaltigen symbolischen Charakter. Die Midsommarvaka ist ein romantisches Werk, das einer typischen folkloristischen Rhapsodie gleicht und doch den Zuhörer in jedem Moment überrascht. Unschuldig und sorgenfrei beginnen die Streicher mit einem Pizzicato, auf dem die Klarinette eine schöne, warme Melodie spielt. Die Sonne geht allmählich unter und die Feiernden nähern sich dem Fest. Die kürzeste Nacht des Jahres soll gefeiert werden und diese Nacht wird durchgetanzt. Ruhige, romantische, schnelle und wilde Tänze folgen einander. Eine emotionale Achterbahn, die keinen Zuhörer ruhig auf seinem Platz sitzen lässt.

Eine ganz andere Lebensfreude zeigt der Danzon No. 2 von Arturo Márquez. Dieser sehr traditionsreiche mexikanische Volkstanz ist ein bedeutender Teil der Kultur und in den verschiedensten Ausführungen zu hören. Den Danzon No. 2 hat Gustavo Dudamel mit dem Simón Bolívar Orquesta weltbekannt gemacht. Passen Sie auf, dass die Musiker Ihnen nicht auf den Schoß springen. Doch nicht nur wild und rhythmisch, auch bei ruhigen Tönen, wie im Schwanensee oder im ersten Sinfonischen Tanz von Grieg, wird das SinfOrMa Sie in eine andere Welt mitnehmen. Sie dürfen gespannt sein.

Auch dieses Semester hat das SinfOrMa wieder ein Novum im Gepäck. Am 23. Juli in der Christuskirche Mainz wird auch ein Remix des Ungarischen Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms zu hören sein. Unter dem Titel Brahms Nr. 5 (Hungarian SinfOrMix) wird das Rhythmussortiment mit elektronischen Klängen verstärkt, der Ungarische Tanz in seine Einzelteile zerlegt, werden Betonungen verschoben und Rhythmen ergänzt. Jakob Baumert, Cellist im SinfOrMa, hat aus einem alten Bekannten einen jungen Hüpfer gezaubert. Das wollen Sie sich nicht entgehen lassen!

Programm

  • Symphonische Tanz Nr. 1 – Edvard Grieg
  • Midsommarvaka – Hugo Alfven
  • Farandole aus: L’Arlésienne Suite Nr. 2 – George Bizet
  • Dance of the Knights aus: Romeo und Julia – Sergei Prokofjew
  • Kaiserwalzer – Johann Strauss (Sohn)
  • Brahms Nr. 5 (Hungarian SinfOrMix) – Johannes Brahms, arr. Jakob Baumert
  • Schwanensee (Ausschnitte) – Peter I. Tschaikowsky
  • Danzon No. 2 – Arturo Marquez

Konzert

23. Juli 19.30 Uhr – Konzert – Christuskirche Mainz

Neue Wege – Wintersemester 2013/14

Ein Programm für ein Orchesterkonzert auszuwählen ist nicht ohne Tücken. Man muss vor allem beachten, dass die Musiker, die sich mit den ausgewählten Werken über ein Semester hin beschäftigen, Freude und Herausforderungen erfahren wollen, und dass das Publikum etwas Besonderes sucht, aber auch das Bekannte schätzt. Das Programm soll neue Konzertgänger ansprechen, alte Konzertgänger erneut begeistern, etablierten Musikern in jedem Semester einen Grund geben, sich wieder an die Arbeit zu machen und neue InteressentInnen vom Mitmachen überzeugen.

Mit Efrain Oscher verbindet Nicolai Spieß eine persönliche Bekanntschaft. Als junger Musiker begleitete Spieß gelegentlich Schüler von Oscher und seiner Lebensgefährtin Britta Helmke auf dem Klavier. Doch seine Aufmerksamkeit im Hinblick auf die Orchesterarbeit fiel auf Oscher vor allem durch dessen Werke, die er in jüngster Zeit schrieb und veröffentlichte, Werke, die u.a. von Musikern der Berliner Philharmoniker, dem venezolanischen Jugendorchester „Simón Bolivar“ und anderen bekannten Künstlern aufgeführt wurden.
Mit dem Konzert für Schlagzeug, Soloflöte und großes Orchester dem „Green Concerto“ stellt Oscher ein Werk vor, welches ein Zusammenspiel und ein gegenseitiges Entdecken der Soloinstrumente und des Orchesters zulässt – eine Kompositionsidee, die es bisher so noch nicht gab.

Venezuela – starke Rhythmen und weiche Flächen, neue Spielformen und eine musikalische Entdeckungsreise. Dem Weg um die Welt und in die Welt der Musik, schloss sich Joly B. Santos an. Der Portugiese, der von seinen Landsleuten auch als einer der bedeutendsten portugiesischen Komponisten des 20. Jahrhunderts bezeichnet wird, lebte von 1924 bis 1988. Santos komponierte eine Vielzahl von Werken verschiedenster Gattungen. Seine ersten 4 Sinfonien komponierte er in kürzester Zeit, innerhalb von 3 Jahren zwischen 1947 und 1950. Sinfonie Nr. 5, eine Komposition mit sehr zeitgenössischem und atonalem Charakter, begann und vollendete Santos erst 16 Jahre später.
Die „Sinfonie Nr. 4 in e-moll“, seine letzte tonale Sinfonie, wurde ein mächtiges Werk, welches er später noch mit einem alternativen Chorfinale versah. In allen 4 Sätzen werden die Streicher und Bläser gefordert. Über eingehende ruhige Melodien geht es zu aufgeregten Passagen, die den Musiker mit immer anderen Taktformen vorantreibt. Ein beeindruckendes Werk, das viel zu selten gespielt wird.

Konzertdaten für Bremen

22. Februar 2014 – 19:30 Uhr – Waldorfschule Bremen, Toulerstraße 3
Konzerteinführung: 19 Uhr
Solisten:
Efrain Oscher, Flöte
Sascha Suso, Percussion

Konzertdaten für Mainz

29. Januar 2014 – 19:30 Uhr – Christuskirche Mainz, Kaiserstraße 56
Konzerteinführung: 19 Uhr
Solisten:
Efrain Oscher, Flöte
Sascha Suso, Percussion

Programm

  • Libertango – Astor Piazzolla
  • Konzert für Schlagzeug, Soloflöte
    und großem Orchester
    – Efrain Oscher, 2013
  • Sinfonie Nr. 4 in e-moll – Joly Braga Santos, 1950

Filmmusik – Sommersemester 2013

Nach fast dreijährigem Bestehen lädt SinfOrMa, das Sinfonische Orchester Mainz, ein zu einer Reise durch die Filmmusik in diesem Sommersemester. Das studentische Orchester spielt am Mittwoch den 10.07 um 20.00 Uhr in der Christuskirche in Mainz sowie am Donnerstag den 11.07. um 20.30 Uhr Hörsaal P1 auf dem Uni Campus. Seit sechs Semestern bereichert es unter der Leitung von Nicolai Spieß die musikalische Campus-Welt.

Komponisten wie Hans Zimmer, John Williams und Alan Silvestri entführen die Kinobesucher in fremde Welten und auch SinfOrMa möchte sie an diesem Abend mitnehmen in die Welt von Harry Potter, Indiana Jones und Forrest Gump. Das 65-köpfige studentische Orchester mit einem starken Bläsersatz und vollen Streicherklängen lässt sie an diesem Abend die allgegenwärtige Macht Darth Vaders aber auch die sanften Melodien von Forrest Gump erleben und ganz ohne Bild die Wirkung von Filmmusik erleben.

Filmmusik stellt Musik dar, welche für einen konkreten Film geschrieben wurden oder aus dem klassischen oder populären Bereich entlehnt wurde. Doch Filmmusik bedeutet so viel mehr als nur Musik zum Film. Die Musik soll Bilder erschaffen ohne dass diese zu sehen sind, es soll Emotionen verstärken, verändern und neu orientieren. Es soll überraschen, erschrecken und Ruhe sowie Unruhe stiften. Kurzum, Musik im Film ist ein wichtiger Teil und nicht weg zudenkender Teil der Filmindustrie.

Das SinfOrMa hat sich für dieses sommerliche Konzert die wohl wichtigsten Vertreter der Filmkomposition herausgesucht und möchte an Werken aus bekannten und beliebten Filmen die Nutzung der musikalischen Emotionen zeigen. Von den weiten der Prärie in „Der mit dem Wolf tanzt“ zu den fernen Galaxien der Sternen Kriege ist für jeden Film- und Musikfan etwas dabei.

Programm

  • 20th Century Fox Theme – Alfred Newman
  • Forrest Gump – Alan Silvestri
  • Jurassic Park – John Williams
  • Der mit dem Wolf tanzt – John Barry
  • Hogwarts March (Harry Potter)
  • Gladiator – Hans Zimmer
  • Indiana Jones – John Williams
  • Nimrod (aus den Enigma Variationen) – Edvard Elgar
  • Imperial March (Star Wars) – John Williams

Konzerte

10. Juli 20 Uhr – Christuskirche Mainz
11. Juli 20.30 Uhr – Hörsaal P1, Uni Campus
Moderatoren: Eric Hoenen & Simon Born

Ein slawischer Winter – Wintersemester 2012/13

Ein slawischer Winter – Wintersemester 2012/13

„Ein slawischer Winter“ lautete das Motto und machte der anhaltenden eisigen Kälte alle Ehren. Die Idee für ein solches Programm bestand schon seit Längere, besonders Dvořáks „Slawische Tänze“ und natürlich Johannes Brahms „Ungarische Tänze“ aus denen die Nr. 5 seit dem ersten Konzert des SinfOrMas als Zugabe diente.
Erweitert wurde das Programm mit Glinkas Ouvertüre aus der Oper „Ein Leben für den Zaren“ sowie dem Kontrabass Konzert von Koussevitzky. Das zweite Konzert fand dieses Mal im neuen Pengland statt, das ein altes Autohaus bezogen hatte und damit eine außergewöhnliche Konzertatmosphäre darstellte.

Programm:

Slawische Tänze – Antonin Dvořák
Ouvertüre aus „Ein Leben für den Zaren“ – Mikhail Glinka
Konzert für Kontrabass und Orchester – Sergej Koussevitzky
Ungarische Tänze – Johannes Brahms

An American Summer – Sommersemester 2012

Dass sich Solisten aus Orchesterverbänden herausstellen ist in jedem Orchester eine bekannte Praxis. Im vorangegangenen Wintersemester war es Stephan Seel, der als Probenleiter einen wichtigen Teil des SinfOrMa ausmacht. Im Sommersemester war dagegen ein Musiker der ersten Stunde ins Visier gerückt. Bereits von Anfang an dabei, hatte sich Christian Illgner beim ersten Konzert mit der beginnenden Sequenz aus dem Jurassic Park, viele Freunde gemacht. Nun sollte er in einem Solokonzert zeigen was er kann.

Wichtig vor allem ist letztendlich die Auswahl des richtigen Werkes. Spielbar für den Solisten, spielbar und nicht zu langweilig für das Orchester und natürlich attraktiv für den Zuhörer. Nach langer Suchen und sich durchhören, durch die klassischen und weitbekannten Hornkonzerte, sprang ein Werk ins Auge, welches eine völlig neue Facette eines Konzertes für Horn und Orchester darbot. Jazz, Filmmusik, klassische Klänge, südamerikanische Rhythmen und weitmehr, boten sich im klang und auf der Partitur dar. „Rhapsody fpr Horn and Orchestra“ von Craig Russell war der gefundene Schatz. Eine Herausforderung von einer Länge von 40 Minuten, 5 Sätzen und vielen rhythmischen Hindernissen.

Das Konzertthema „An American Summer“ war somit gefunden worden und wurde ergänzt. Highlights aus der West Side Story, die Fiesta Criola von L. M. Gottschalk und den Fluch der Karibik formten das amerikanisch-musikalische Programm des Sommers.
Doch um an die Noten für die Rhapsody zu gelangen, musste erst einmal Kontakt nach Kalifornien aufgenommen werden, da das Werk bisher nicht verlegt war. In dem Zuge wurde sehr schnell die Korrespondenz zu Craig Russell eröffnet und ein wahnsinnig hilfsbereiter Herr Russell machte alles möglich, damit das SinfOrMa sein Werk aufführen kann. Als besonderen Höhepunkt muss man aber vor allem die Anwesenheit des Komponisten bei der Europapremiere herausstellen. In einem Dialog stellte er dann auch während des Konzertes seine Intentionen hinter dem Werk dar. Dadurch wurde der Abend zu einem sehr internationalen und besonderen Konzert.

Programm

  • Highlights aus der West Side Story – Leonard Bernstein
  • „Fiesta Criola“ aus „A night in the tropics“ – L. M. Gottschalk
  • Rhapsody for Horn and Orchestra – Craig Russell
  • Fluch der Karibik – Klaus Badelt

Konzert

12. Juli 2012 – 20.30 Uhr – Hörsaal P1, Uni Campus Mainz
Solist: Christian Illgner
Special Guest: Craig Russell

Wintersemester 2011/12

Das erste klassisch sinfonische Programm

Nach einjährigem Bestehen des Sinforma, wagte man sich an ein „klassisches“ Konzertprogramm: Finlandia von Sibelius als Ouvertüre, gefolgt von einem Solo-Konzert und als Abschluss eine Sinfonie. Dies führte zu der Überlegung, dass man den Konzertrahmen ein wenig ausdehnt und man entschied sich, zwei Konzerte zu spielen, eines an der Universität und ein zweites im Mainzer Kulturzentrum KUZ. Das Programm war anspruchsvoll, jedoch erfolgreich. Das Konzert für Posaune und Orchester von Ernst Sachse mit Stephan Seel als Solist war nicht nur eine Besonderheit, die man selten zu Hören bekommt, sondern auch von Niveau und Ausführung absolut gelungen.

Mit Robert Schumanns 3. Sinfonie „Die Rheinische“ hatte man sich ein weiteres sehr hohes Ziel gesetzt. Das Orchester war motiviert und die Musik wurde gut umgesetzt, trotz gelegentlicher Intonationsschwierigkeiten. Das Orchester hingegen lernte hier ein ganz neues Niveau kennen und eine präzisere Form des Zusammenspiels. Aber besonders wurde mit den zwei Konzerten und der hervorragenden Kooperation mit dem KUZ ein sehr starker Gemeinschaftssinn im Orchester etabliert, der stetig wächst und für gelungene Proben und Konzerte sorgt.

Programm

  • Ouvertüre aus „Finlandia“ – Jean Sibelius
  • Konzert für Posaune und Orchester – Ernst Sachse
  • Sinfonie Nr. 3 „Die Rheinische“ – Robert Schumann

Konzerte

25. Januar 2012 – 20:00 Uhr – Hörsaal P1, Uni Campus Mainz
26. Januar 2012 – 20:00 Uhr – KUZ Mainz, Kulturzentrum
Solist: Stephan Seel

Sommersemester 2011

Nach einem gelungenen ersten Semester wagte sich Sinforma im Sommersemester 2011 an ein Open-Air Konzert auf dem Asta-Sommerfest und rund 50 Musiker versammelten sich auf der Treppe vor der alten Mensa, um mit Mendelssohn und Big Band die Zuhörer zu begeistern. Jedoch musste das junge Orchester feststellen, dass ein Konzert im Freien ganz neue Hürden zu überwinden hat: Die Musiker mussten sich mit Sonnenbrille und –creme gegen den strahlenden Sonnenschein wappnen, der Wind blies Notenständer und –blätter fort und die Akustik wurde anfangs vergeblich gesucht.

Besonders die traumhafte Konzert-Ouvertüre „Die Hebriden“ von Mendelssohn-Bartholdy hatte darunter zu leiden. Ungleich besser verliefen die folgenden Big Band-Stücke mit Pavel Mozgevoy als Sänger am Mikrofon, der beim Publikum gleich für Begeisterung sorgte und das Konzert doch noch zu einem erfolgreichen Abschluss brachte. Und so lernte auch die Orchesterleitung mit neuen Bedingungen umzugehen, dass ein Open-Air Konzert eine ganz eigene Stückauswahl erfordert, aber auch dass die Musiker sich gewissenhaft den Hürden stellen und man letztendlich gemeinsam einen Weg für ein gelungenes Konzert sorgen kann.

Programm

  • Vorspiel zu „Also sprach Zarathustra“ – Richard Strauss
  • Ouvertüre zu „Den Hebriden“ – Felix Mendelssoh-Bartholdy
  • Beyond the Sea (Big Band + Orchester) – Robbie Williams
  • Mr. Bojangles (Big Band + Orchester) – Robbie Williams
  • Feeling Good(Big Band + Orchester) – Michael Bublé
  • Ungarischer Tanz Nr. 5 – Johannes Brahms

Konzerte

08. Juli 2011 – 16:30 Uhr – Open Air: vor der Alten Mensa, Uni Campus Mainz
Solist: Pavel Mozgovoy
Special Guest: SinfOrMa Big Band

Unsere Premiere – Wintersemester 2010/11

Um es mit den Titeln der beiden Konzertkritiken zu sagen: „SinfOrMa besteht die Feuerprobe mit Bravour“ (Rhein-Zeitung), „Beachtliches Debüt des Sinfonischen Orchesters Mainz“ (Allgemeine Zeitung). Nicht anders hätte man die Entwicklung in diesem allerersten Semester ausdrücken können. Angefangen am 3. November 2010 mit der Prima Vista Probe des Wintersemester 2010/11, wuchs in den 10 Wochen ein beachtlicher Orchesterklang zusammen. Nach und nach fanden sich Freundschaften, Gleichgesinnte und weitere Musiker, die Interesse hatten den Anfang im SinfOrMa mitzugestalten.

„Es war genial. Wir haben mit ungefähr 20 Leuten gerechnet und dann waren es auch einmal mehr als 50!“ (STUZ, Dezember 2010). Ohne Übertreibung war bereits in der ersten Probe ein volles Orchester beisammen. Mit über 50 Musikern wurden einige Werke an-, andere durchgespielt um die technischen Voraussetzungen abzuschätzen und jeden Geschmack der Musiker anzufixen. Wie überall folgte der Probenbesuch einer Achterbahnkurve, doch anders als bei diesem Freizeitgerät, ging es am Ende nach oben. Mit zwischenzeitlich unter zwanzig und letztendlich 46 Mitgliedern beim Konzert brauchte sich das SinfOrMa nicht zu verstecken.

Einen ungemein wichtigen Anteil am Erfolg des ersten Konzertes und des Konzertprogramms hatte Martin Kratzsch. Als ehemaliger Klarinettenlehrer von Nicolai Spieß kam er durch diesen in Kontakt mit dem SinfOrMa und wurde gefragt, ob er Interesse hat ein Teil dieser Premiere zu sein. Mit Freude und viel Engagement stellte er seine Eigenkomposition „Odessa – Rhapsodie im Klezmerstil“ zur Verfügung, die vom Orchester mit Kusshand entgegen genommen wurde. Ein Werk, welches die besonderen Facetten der jidischen Volksmusiktradition Klezmer mit dem klassischen Orchesterklang Mendelssohns besonders brilliant verbindet. Doch vor allem beeindruckend war das Zusammenspiel mit einem professionellen und wundervoll emotionalen Klarinettenklang. Die Musiker der ersten Stunde schwärmen immer noch von diesem Erlebnis.

Obwohl das SinfOrma von Anfang an als Experiment geplant war und niemals den Drang hatte sich direkt etablieren zu wollen, blieb nach einem frenetisch bejubelten und restlos ausverkauften Konzert im Hörsaal P1 nichts anderes übrig, als über die Zukunft nach zu denken. Die Musiker hatten in dem Moment den größten Anteil am weiteren bestehen dieses jungen Orchesters. Jeder hatte den Wunsch weiter zu machen und auch im Sommersemester die Mittwochabende gemeinsam beim Proben und Töne suchen zu verbringen. Durch diesen Willen und den Einsatz der Studenten ging es im Sommerrsemester weiter. Das Sinfonische Orchester Mainz begann sich langsam zu etablieren.

Programm

  • Ouvertüre aus „Egmont“ – Ludwig van Beethoven
  • Odessa – ein Klezmer Klarinettenkonzert (Solist: Martin Kratzsch)
  • Jurassic Park – John Williams

Konzert

17. Februar 2011 – 20:15 Uhr
Hörsaal P1, Uni Campus Mainz
Solist & Special Guest:
Martin Kratzsch