Ardo: Sinfonisches Feuer – Wintersemester 2014/15

Ob Klassische Musik, Rock, Pop oder Volkstanz – Musik berührt uns alle auf eine ganz besondere Art und Weise. Wie kaum etwas anderes weckt Musik in uns Emotionen, Leidenschaften und Erinnerungen. Genau dafür steht der spanische Ausdruck ardo (= für etwas brennen, von Leidenschaft und Emotionen erfüllt sein), und deswegen hat das Sinfonische Orchester Mainz ihn in diesem Semester zu seinem Konzertmotto gewählt. Am 04. und 05. Februar 2015 wird das SinfOrMa in der Christuskirche Mainz und dem P1 Hörsaal im Philosophicum der Universität Mainz ein Sinfonisches Feuer von klassischen Klängen bis hin zu südamerikanischen Rhythmen als Semesterabschlusskonzert präsentieren.

Über den Stress im Alltag neigen wir oft dazu zu vergessen was für ein Glück es eigentlich ist einfach nur zu leben. Gemeinsames Musizieren bietet uns jedoch die Möglichkeit, die alltäglichen Probleme zu vergessen, all unsere Energie und Leidenschaft für die Musik an die anderen Musiker weiterzugeben und einfach nur den Moment der vollkommenen Emotionen zu genießen. Ein solch mitreißendes Werk ist die Ungarische Rhapsodie Nr. 2 des ungarisch-österreichischen Komponisten Franz Liszt, der, inspiriert von den Melodien seiner Jugend, von den fröhlichen und dramatischen Momenten der ungarischen Volksgeschichte erzählt. Auf eine ganz andere Art und Weise berührt auch das Concierto de Aranjuez, welches der Spanier Joaquín Rodrigo für seine Frau schrieb. Die Sologitarre und das Orchester zeugen auf hochromantische Weise sowohl von der tiefen Liebe der beiden, als auch von der Trauer über die Fehlgeburt des erstgeborenen Sohnes.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, und die Musik ist eine Sprache, die jeder Mensch versteht. Mit der Kombination von beiden in seinem Zyklus Bilder einer Ausstellung, welchen er nach Gemälden seines Freundes Viktor Hartmann komponierte, schuf der russische Komponist Modest Mussorgsky ein unglaublich energievolles Werk. Betreten Sie mit uns das die bedrohliche Hütte der wilden hexenähnlichen Sagenfigur Baba Jaga, und reiten Sie anschließend durch das prunkvolle, erhabene und beständige Große Tor von Kiev, welches schon von weitem wie ein Leuchtsymbol zu sehen ist.

Durch mitreißende Rhythmen und eingängige Melodien, die sofort ins Ohr gehen, begeistern Volkstänze seit jeher die Menschen. So zum Beispiel der brasilianische Volkstanz Tico Tico von Zequinha de Abreu, den in Südamerika so gut wie jeder kennt und mitpfeifen kann. Wenn dieser Funke der Lebensfreude und Energie auf das Publikum überspringt, bleibt garantiert niemand ruhig sitzen. Der aus der afro-brasilianischen Sklavenmusik entstandene Volkstanz Batuque von Oscar Lorenzo Fernández ist zwar etwas melancholischer, aber dadurch nicht weniger berührend, im Gegenteil!

Lassen Sie sich von unserem Sinfonischen Feuer mitreißen und begeistern – am 04.Februar 2015 in der Christuskirche Mainz und am 05.Februar 2015 im P1 Hörsaal im Philosophicum der Universität Mainz, jeweils um 20 Uhr.

Programm

  • Concierto de Aranjuez – Joaquín Rodrigo – Solist: José Galindo (Gitarre)
  • Ungarische Rhapsodie Nr. 2 – Franz Liszt
  • Baba Jaga und Großes Tor von Kiev aus: Bilder einer Ausstellung – Modest Mussorgsky
  • Tico Tico – Zequinha de Abreu
  • Batuque – Oscar Lorenzo Fernández

Konzertdaten

04.02.2015 – 20 Uhr – Konzert – Christuskirche Mainz
05.02.2015 – 20 Uhr – Konzert – P1 Hörsaal am Campus Mainz